Online-Seminar „Inventarisierung“

Wie bringe ich System ins Chaos?
Grundlagen der Inventarisierung kulturhistorischer Sachgüter

Herzlich Willkommen

Herzlich Wilkommen

In den folgenden fünf interaktiven Kapiteln erhalten Sie Informationen zum Gesamtprozess der Inventarisierung, von den rechtlichen Grundlagen bis zu den einzelnen Arbeitsschritten der Objektverzeichnung. Behandelt werden in diesem Zusammenhang das Führen eines Eingangsbuchs, das Ausfüllen von analogen Inventarkarten, die Beschriftung der Objekte mit den Inventarnummern, die nötige Arbeitsplatzausstattung sowie das sachgerechte Verpacken und Lagern von Objekten. Die praktische Einführung erfolgt anhand der „Systematik zur Inventarisierung kulturgeschichtlicher Bestände in Museen“, der sogenannten Hessischen Systematik, und der dazu entwickelten „Karteikarte Kulturgeschichte“.
In diesem digitalen Scrolly-Telling-Format werden Arbeitsmaterialien vorgestellt und das Auffinden von und der Umgang mit Bestimmungsliteratur erläutert.
Die Referent*innen sind Kirsten Hauer M. A., Historikerin und Friedhelm Krause M. A., Historiker, beide aus Marburg. Das Online-Seminar wurde 2020 im Stadtmuseum in Wetzlar aufgezeichnet. Alle Arbeitsschritte lassen sich auch in den digitalen Bereich übertragen. Schauen Sie sich dazu das Fachgespräch im Anschluss an. Wir wünschen viel Vergnügen!

Prolog: Die Bedeutung der Inventarisierung

Dreh- und Angelpunkt der Museumsarbeit ist die Sammlung, die die vom Internationalen Museumsrat so genannten „materiellen Zeugnisse von Menschen und Umwelt“ dauerhaft bewahrt.

Der Internationale Museumrat (ICOM) definiert das Museum als eine

„gemeinnützige, ständige, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung, im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zu Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt“.

(aus: Standards für Museen ICOM/Deutscher Museumbund, 2006, S. 6)

Aus diesen materiellen Zeugnissen entstehen Sammlungen, die erschlossen und bewahrt werden müssen. Diesem Zweck dient die Inventarisierung.

Die Bedeutung der Inventarisierung beschreibt der Internationale Museumsrat folgendermaßen:

„Erste und unverzichtbare Stufe der wissenschaftlichen Beschäftigung mit den Sammlungsgegenständen ist eine sorgfältige, fachgerechte Inventarisation. Erst eine konsequente und auf Vollständigkeit abzielende Dokumentation qualifiziert eine Sammlung: Sie ist Grundlage der Forschungsarbeit im Museum, insbesondere im Hinblick auf die generellen Aspekte des Bewahrens und die allgemeine Ausstellungsarbeit, einschließlich der Nutzung für die Bildungsarbeit.“

(aus: Standards für Museen ICOM/Deutscher Museumbund, 2006, S. 18)

Kapitel 1:

Der  Objekteingang

Annehmen oder nicht? Anforderungen an ein Objekt

Anforderungen an das Objekt

  • Das Objekt sollte eine verbürgte Herkunft haben.
  • Das Objekt sollte mit einer aussagekräftigen/erzählenswerten Geschichte verbunden sein. Es ist sicherzustellen, dass Besitzer/Hersteller und/oder Gebrauch nachweisbar sind.
  • Die Bedeutung des Objektes für die thematische Ausrichtung des Museums sollte deutlich und belegbar sein.
  • Das Objekt muss also zum Thema oder Schwerpunkt des jeweiligen Museums passen und die Sammlung möglichst um einen bislang noch nicht dokumentierten Aspekt bereichern.
  • In der Regel sollten nur gut erhaltene, schadens- und schädlingsfreie Objekte angenommen werden. Bei defekten Objekten ist zu überlegen, ob die Kosten für die anstehende Restaurierung und langfristige Konservierung in einem verträglichen Verhältnis zur Aussagekraft des Objektes stehen.
  • Es können auch Objekte zum „Verbrauch“ angenommen werden, die dann in den museumspädagogischen Bestand integriert werden und im Rahmen von Vermittlungsveranstaltungen benutzt werden dürfen.

 

Warum wird ein Objekt angenommen?

Für den Umgang mit der Sammlung, für Objektannahmen und -ablehnungen sind folgende als Downloads zur Verfügung stehende Dokumente nötig. Diese Dokumente sind keine verbindlichen Dokumente sondern nur Vorlagen. Bitte passen Sie die Dokumente an Ihre Begebenheiten vor Ort an. 

Kapitel 2:

Die Bedeutung des Eingangsbuchs

In Kapitel 2 erwartet Sie

  • Das Eingangsbuch

  • Das Führen des Eingangsbuchs

  • Schädlingsbefall und Quarantäne

Das Eingangsbuch

Museen „erwerben“ Objekte auf unterschiedliche Arten. Die Art des Eingangs ist relevant für die Frage, ob das Museum Eigentümer des Objekts wird oder nicht: 

  • Fund → obligatorische Berichte an die Bodendenkmalpflege
  • Kauf → Eigentum
  • Geschenk → Eigentum; nicht verkaufen oder verschenken
  • Stiftung/Spende → Eigentum; evtl. mit Auflagen verbunden
  • Leihgabe → Eigentum des Leihgebers; befristete Nutzung
  • Dauerleihgabe → Eigentum des Leihgebers; lange oder unbefristete Nutzung
  • Sonderfall „Tausch“ → Besitzerwechsel; Übernahme aller Verpflichtungen
  • Sonderfälle „Aussonderung“, „Zerstörung“ (Verlust durch Brand, Wasserschäden o. Ä.) → „Entsammeln“
  • Sonderfall „herrenloses Gut“ → öffentliche Information über den Umgang mit diesen Fällen

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Das Führen des Eingangsbuchs

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Achtung !

Eingangsbücher sind (wie Inventarkarten) mit dokumentenechten Stiften auszufüllen

 

Schädlingsbefall und Quarantäne

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Die Inspektion

Die Inspektion der Objekte auf Schädlinge, Verschmutzungen und Defekte sollte immer erfolgen. Werden Schäden oder wird ein Schädlingsbefall festgestellt, sollten Reinigung, Restaurierung und Schädlingsbekämpfung Fachleuten übergeben werden.

Fachleute finden Sie hier:
Verband der Restauratoren (VdR): https://www.restauratoren.de/

 

Kapitel 3:

Die Inventarisierung

In Kapitel 3 erwartet Sie

  • Analog oder digital?
  • Die Objektbestimmung
  • Die „Hessische Systematik“ und die Inventarnummernvergabe
  • Das Ausfüllen der Inventarkarte
  • Das Auftragen der Inventarnummer
  • Das Objektfoto

Analog oder digital?

Die Objektbestimmung

 

Um ein Objekt inventarisieren und in die Systematik einordnen zu können, muss man wissen, was vor einem liegt. Man muss das Objekt bestimmen und nach dessen Funktion fragen. Wenn es sich um weniger gängige Objekte als die Boxhandschuhe handelt, werden geeignete Hilfsmittel herangezogen.

Als Informationsquellen stehen zur Verfügung:

Die „Hessische Systematik“ und die Inventarnummernvergabe

Probieren Sie es einfach!

Probieren Sie es einfach!

Welche Inventarnummer würden folgende Objekte bekommen?

Welche Inventarnummer bekommen Tasse und Untertasse, die aus dem Besitz der Familie Schneider in die Museumssammlung gelangt sind?

Question Image

Welche Inventarnummer bekommt der sechste Schrupphobel, den der örtliche Schreiner aus dem Nachlass seines Vaters, von dem er den Betrieb übernommen hat, dem Museum schenkt, wenn er der zwölfte Schreinerhobel in der Museumssammlung ist?

Question Image

Metzgermeister Müller übergibt dem Museum einen Zunftbrief der Schneider, von denen sich schon drei Mitgliedsaufstellungen sowie eine Festschrift in der Museumssammlung finden. Über die Herkunft des Objekts weiß er keine weiteren Angaben zu machen.

Question Image

Prozentzahl richtiger Antworten:

The average score is 82%

0%

Das Ausfüllen der Inventarkarte

Hinweise zum Ausfüllen der Inventarkarte zur Kulturgeschichte:

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Das Auftragen der Inventarnummer

Die Objektbeschriftung

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Probieren Sie es einfach!

Probieren Sie es einfach!

Wie kommt die Inventarnummer ans Objekt?

1 / 4

Lackdose

Question Image

2 / 4

Textilie

Question Image

3 / 4

Buch

Question Image

4 / 4

Keramik

Question Image

Prozentzahl richtiger Antworten:

0%

Das Objektfoto

Kapitel 4:

Die Unterbringung der Objekte

In Kapitel 4 erwartet Sie

  • Das Depot
  • Das Verpacken und Lagern der Objekte
  • Zurück zu Inventarkarte und Eingangsbuch 

Das Depot

LICHT

Die optimale Lichtschutzausstattung eines Depots ist die fensterlose Ausführung der entsprechenden Räume. Denn jede Art von Tages- und Kunstlicht kann zu Schäden führen. Auch bei scheinbar täglich geringem Lichteintrag addieren sich die Schäden langfristig und sind irreversibel. Zusätzlich ist an den Wärmeeintrag von sonnenbeschienenen Fenstern sowie Beleuchtungskörpern (Glühbirnen) zu denken.

Da viele Depots aus umgenutzten Räumen bestehen, sind meist nachträgliche Lichtschutzmaßnahmen unerlässlich. Erste Hilfe bieten UV-abweisende Folien für Fenster sowie eine vor Licht schützende Verpackung der Objekte. Zugleich ist für eine Reduzierung der Beleuchtungsdauer sowie UV-arme bzw. UV-freie Beleuchtung (UV-Anteil: 300-400 nm) zu sorgen. Optimal sind Kaltlichtquellen wie etwa LEDs. 

TEMPERATUR/LUFTFEUCHTIGKEIT

Besonders zu achten ist auf eine geregelte Temperaturführung, die zu einem dem Objektbestand angemessenen Mikroklima führt. Hierfür stehen verschiedene Messgeräte wie Thermo-/Hygrometer (für die Wandbefestigung oder als Standgeräte) zur Verfügung. Es ist darauf zu achten, dass nicht nur in der Raummitte gemessen wird, sondern auch in den Ecken und in schlecht zugänglichen Bereichen. Für alle Objekte gilt, dass starke Schwankungen zu vermeiden sind.

Für die meisten Objekte (mit Ausnahme von Fotografien) empfehlen sich die Richtwerte:

Relative Luftfeuchtigkeit: 55 % +/- 5 %
Temperatur: 18 Grad Celsius +/- 2 Grad Celsius

Für Fotografien und Filme gelten folgende Richtwerte:

Relative Luftfeuchtigkeit: maximal 40%
Temperatur: 18 Grad Celsius +/- 2 Grad Celsius

Je kühler und trockener diese Materialien gelagert werden, desto länger halten sie. Eine Ausnahme bildet hier Gelatine.

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Das Verpacken und Lagern der Objekte

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Fassen wir noch einmal zusammen 

Zurück zu Inventarkarte und Eingangsbuch

Kapitel 5:

Die Arbeitsvoraussetzungen

Was braucht man?

Der Arbeitsplatz für die Inventarisierung sollte eine Dauereinrichtung sein. Er sollte belüftbar und beheizbar sein und möglichst eine Waschgelegenheit in der Nähe bieten. Eine ausreichende Anzahl an Schreibtischen, Ablagetischen und Regalen ist vonnöten, um die Arbeitsabläufe von der Schreibtisch- über die Fotoarbeit bis zum Inventarnummernauftrag und Verpacken gut organisieren zu können.

Bei kontinuierlicher Inventarisierungsarbeit befinden sich meist mehrere Objekte in verschiedenen Bearbeitungsphasen und müssen guten Gewissens auch einmal liegen bleiben können, bis es weitergeht.

Neben den Arbeitsflächen sind hierfür Regale wichtig.

 

 

    In den Regalen werden gelagert:

    • zu inventarisierende und in Bearbeitung befindliche Objekte
    • Materialien zur Bestimmung und Erschließung der Objekte
    • Sammelordner für zusätzliche Informationen zu den Objekten = Beiakten
    • Inventarisierungsmaterialien
    • Materialien zum Auftragen der Inventarnummer
    • Verpackungsmaterial
    • zu bearbeitende Inventarkarten
    • Büromaterialien
    • Ordner mit Annahmeformularen etc.

    Materialliste und Bezugsquellen

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    Kapitel 6:

    Die Beratungs- und Schulungsangebote des Museumsverbandes Hessen

    Zu den Hilfsmitteln

    Die „Systematik zur Inventarisierung kulturgeschichtlicher Bestände in Museen“, Eingangsbücher sowie entsprechende Inventarkarten sind über die Geschäftsstelle des Hessischen Museumsverbandes zu beziehen.

    Museumsverband Hessen e.V.
    Geschäftsstelle
    Kölnische Straße 42–46
    34117 Kassel

    Tel.: 0561 / 78 89 – 46 700
    Fax: 0561 / 78 89 – 46 837

    info@museumsverband-hessen.de
    www.museumsverband-hessen.de

    Zur Beratung

    Eine fachgerechte Inventarisierung und Dokumentation von Museumsobjekten gehört zu den Grundaufgaben aller Museen. Um die Museen bei dieser nicht immer leichten Aufgabe zu unterstützen, leistet die Museumsberatung in Hessen Grundlagenarbeit in Form von schriftlichen Arbeitsmaterialien, Seminaren, Einzel- und Gruppenberatungen. Nehmen Sie also diese Möglichkeit wahr und wenden Sie sich bei Bedarf an die für Ihren Landkreis zuständige Museumsberaterin.

    Bitte um Rückmeldung zum Online-Seminar: Grundlagen 

    Ihre Meinung ist uns wichtig und wir möchten gerne darüber mit Ihnen in Kontakt kommen. Daher werden Ihre Antworten nicht anonymisiert an uns weitergeleitet, sondern gehen direkt an die hierfür zuständige Referentin für Digitales Sammlungsmanagement.  

    Vera Kudlinski

    Referentin Digitales Sammlungsmanagement, Museumsverband Hessen

    Umfrage Inventarisierung
    Bildnachweis:

     

    • Boxer: Stadtmuseum Wetzlar
    • Hilfsmittel: Hauer + Krause
    • Schrupphobel: Wikipedia
    • Zunfturkunde: Wikipedia/Stadtarchiv Speyer
    • Tasse mit Untertasse: Bildrechte ungeklärt
    • Holzwurm: Kai-Martin Knaak
    • Silberfischfraß: Micha L. Rieser
    • Schimmel-01: Stiftung historische Museen Hamburg – Museum für Hamburgische Geschichte
    • Schimmel-02: Stiftung historische Museen Hamburg – Museum für Hamburgische Geschichte
    • Tasse mit Untertasse aus Quiz 1 ein „Bildrechte ungeklärt“

    Wir haben uns nach bestem Wissen und Gewissen bemüht, die Rechteinhaber ausfindig zu machen. Sollten Fehler unterlaufen sein oder sollten Sie weitere Rechteinhaber nennen können, bitten wir um Benachrichtigung.


     

    Wege in die digitale Inventarisierung
    Ein Fachgespräch

     

    Fachgespräch: fünf Video-Impulse

    Das folgende Fachgespräch ist die thematische Erweiterung zu dem Seminar „Wie bringe ich System ins Chaos? Grundlagen der Inventarisierung kulturhistorischer Sachgüter“. Alle darin vorgestellten Arbeitsschritte lassen sich auch in den digitalen Bereich übertragen. In den folgenden fünf Videos erhalten Sie Impulse und vertiefende Informationen, die Ihnen den Einstieg in die digitale Inventarisierung erleichtern sollen. 

    Sollten Sie noch unentschlossen sein, ob für Sie die digitale Inventarisierung in Frage kommt, und sind Sie unsicher, welche Schritte dabei zu bedenken sind, liefert Ihnen das Fachgespräch erste Impulse, um sich mehr Klarheit zu verschaffen. Sie finden zudem unter den Videos Unterlagen, die Sie ausdrucken und für Ihren weiteren Arbeits- oder Entscheidungsprozess nutzen können. Wir raten Ihnen zusätzlich, bei diesen Überlegungen alle Personen in Ihrem Museum mit einzubeziehen, die für technische und personelle Rahmenbedingungen bedeutsam sind. 

    Das Fachgespräch soll Ihnen eine erste Orientierung bieten und kann Grundlage für eine sich anschließende Beratung oder Schulung vor Ort sein. Besprechen Sie weitere Schritte gerne mit Ihrer zuständigen Museumsberaterin.

    Inhaltlich geht es in den folgenden Videos um:

    • wichtige technische und personelle Voraussetzungen der digitalen Inventarisierung,
    • das Thema Eingabedisziplin und Standardisierung,
    • die Vorteile, die eine digitalen Erfassung bietet,
    • verschiedene grundlegende Aspekte, die beachtet werden sollten. 

    Das Gespräch wurde im Herbst 2021 in Wetzlar aufgezeichnet. 

    Sie sehen in den folgenden Videos Museumsberaterin Heike Heinzel und Anne-Marie Bernhard, Referentin für Digitalisierung und Sammlungsmanagement, im Gespräch mit Kirsten Hauer und Friedhelm Krause, die Sie bereits aus dem Grundlagen-Seminar kennen.

    Video 1

    Wege ins Digitale

    Wege ins Digitale

    Einen Einstieg finden, aber wie?

    Keine Sorge –  wenn Sie bisher analog gearbeitet haben, dann war ihre Arbeit sicherlich nicht umsonst. Alle Arbeitsschritte aus den Grundlagen lassen sich auch gut in den digitalen Bereich übertragen. Im Folgenden werden Sie in unserem Fachgespräch Schritt für Schritt Aspekte kennenlernen, die dabei zu beachten sind. Unter den Videos finden Sie jeweils Materialien, Links sowie Checklisten zum Downloaden und Ausdrucken.

    Auf Grundlage dieser Dokumente können Sie weitere Schritte planen oder gezielt Ihre Anliegen mit der für Ihren Landkreis zuständigen Museumsberaterin besprechen.

    Video 2

    Stand der Inventarisierung in den Museen in Hessen

    Museen in Hessen und ihre Vorarbeiten

    Museen in Hessen und ihre Vorarbeiten

    Die Museumslandschaft in Hessen ist heterogen und vielgestaltig. Es gibt zahlreiche Heimatmuseen und Museen mit einem regionalgeschichtlichen Schwerpunkt, aber auch viele Spezialmuseen. Um die Wünsche der Museen im Bereich digitale Sammlungsarbeit besser kennenzulernen, hat der Hessische Museumsverband im Oktober 2020 eine Umfrage zum Ist-Zustand und den Bedarfen der digitalen Sammlungserschließung durchgeführt und Anfang 2021 ausgewertet. Ein zentrales Ergebnis der Umfrage war, dass im Bereich der digitalen Inventarisierung die Museen ihre Sammlung – wenn überhaupt – meist nur in Teilen erfasst haben und erheblicher Unterstützungsbedarf besteht. Vielen Museen fehlen die technischen und die personellen Ressourcen. Oft muss zunächst eine digitale Infrastruktur aufgebaut werden. Dennoch kann bereits mit einfachen Mitteln digital erfasst werden. Auf Grundlage der Umfrage hat der Hessische Museumsverband deshalb Angebote entwickelt. Dazu gehört dieses Fachgespräch als Ergänzung des Basis-Seminars. Weitere Angebote werden folgen. 

    Bevor Sie mit der digitalen Inventarisierung beginnen, sollten Sie sich in jedem Fall vergegenwärtigen, welche Informationen Ihnen bereits zu den Objekten vorliegen. Die Checkliste zum Download kann Sie dabei unterstützen. Sie können so bestehende Vorarbeiten bei Ihnen im Museum sammeln und strukturieren.

      Video 3

      Aspekte der digitalen Inventarisierung

      Aspekte der digitalen Inventarisierung

      Aspekte der digitalen Inventarisierung

      In diesem Video erhalten Sie Hinweise, welche Aspekte bei der digitalen Inventarisierung wichtig sind und worauf Sie achten sollten. Auf Grundlage der Informationen beraten wir Sie gerne zu nächsten Schritten. 

        Material

          Wenn Sie sich mit der Thematik Systematik, Vokabulare oder Thesauri weiter befassen wollen, dann empfehlen wir Ihnen zum Einstieg:

            Video 4

            Rahmenbedingungen

            Rahmenbedingungen

            Rahmenbedingungen

            In diesem Video werden technische und personelle Voraussetzungen besprochen, die vor Ihrem digitalen Start vorab zu klären sind. Wir sprechen über Inventarisierungsprogramme und Datensicherung sowie den „Faktor Mensch“, denn ohne Menschen geht auch die digitale Inventarisierung nicht. Anhand der Checkliste können Sie mit Ihrem Team und Entscheider*innen im Verein beziehungsweise der Kommune kommende Schritte besser planen und eine Basis-Ausstattung einrichten.

             

            Exkurs: Objektfotografie

            Wenn Sie sich über die Inhalte aus dem Basis-Seminar hinaus mit dem Thema Objektfotografie beschäftigen möchten, empfehlen wir Ihnen diese Videos der Kolleg*innen aus dem Museumsverband des Landes Brandenburg. Die Videos richten sich vor allem an Museen, die für die Online-Publikation ihre Objekte fotografieren möchten.

            Video 5

            Abschluss und Ausblick Statements

            Abschluss und Ausblick Statements

            Abschluss und Ausblick Statements

            Wir hoffen, dass Sie auf Grundlage dieser Video-Impulse nun die nächsten Schritte planen können. Wir haben in unserem Fachgespräch bewusst keine Software-Programme vorgestellt oder erwähnt, da die Wahl eines geeigneten Museums-Dokumentations-Systems stark von den individuellen Bedingungen bei Ihnen vor Ort abhängt. Die Schritte der digitalen Inventarisierung sind bei nahezu allen Programmen identisch. Im Kern geht es um die strukturierte Erfassung von Informationen zu den einzelnen Objekten.

            Wenn Sie weitere Informationen benötigen oder ein individuelles Beratungsgespräch vereinbaren möchten, dann wenden Sie sich bitte zunächst an Ihre zuständige Museumsberaterin, die zusammen mit der Fachberatung Digitales die nächsten Schritte mit Ihnen verabreden wird.

            Wir bieten weitere Schulungsformate zu diesem Themenkomplex an. Dazu gehören auch Einführungen in die beiden Museums-Software-Systeme museum-digital und digiCULT. Informieren Sie sich deshalb gerne regelmäßig auf unserer Website, über unseren Newsletter oder sprechen Sie Vera Kudlinski an.

             

             

              Bitte um Rückmeldung zum Online-Seminar: Fachgespräch 

              Ihre Meinung ist uns wichtig und wir möchten gerne darüber mit Ihnen in Kontakt kommen. Daher werden Ihre Antworten nicht anonymisiert an uns weitergeleitet, sondern gehen direkt an die hierfür zuständige Referentin für digitales Sammlungsmanagement.

              Vera Kudlinski

              Referentin für digitales Sammlungsmanagement, Museumsverband Hessen

              Umfrage Inventarisierung Fachgespräch
              Haben Sie die Videos vollständig angesehen?
              Impressum

               Inhaltliche Konzeption und Realisierung:

              Grundlagen: Kirsten Hauer + Friedhelm Krause, Marburg
              Fachgespräch Konzept und Manuskript: Anne-Marie Bernhard, Heike Heinzel, Museumsverband Hessen 
              Fachliche Begleitung: Heike Heinzel, Museumsverband Hessen 
              Redaktionelle Unterstützung: Bernadette Gorsler, Dr. Regina Löneke, Christina Reinsch, Vera Kudlinski, Museumsverband Hessen 

              Design und Umsetzung: weTellmedia, Hannover

              Herausgeber:
              Museumsverband Hessen e. V.

              Haus- und Paketanschrift:
              Kölnische Str. 42-46
              34117 Kassel
              Postanschrift:
              Postfach 10 32 67
              34032 Kassel
              Tel.: 0561 7889 46700
              Fax: 0561 7889 46837
              Mail: info@museumsverband-hessen.de

              Vertretungsberechtigter Vorstand:
              Dr. Birgit Kümmel (Vorsitzende), Dr. Dirk Pörschmann (Stellvertretender Vorsitzender), Dr. Markus Miller (Schatzmeister)
              Geschäftsführung:
              Christina Reinsch

              Registergericht:
              Amtsgericht Kassel

              Registernummer:
              VR 1041

              Inhaltlich Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 RStV:

              Christina Reinsch
              Kölnische Str. 42-46
              34117 Kassel
              Tel.: 0561 7889 46935
              Mail: christina.reinsch@museumsverband-hessen.de

              Gefördert mit Mitteln des Landes Hessen

              Haftungsausschluss:
              1. Inhalt des Onlineangebotes
              Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens des Autors kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Seiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen.

              2. Verweise und Links
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              3. Urheber- und Kennzeichenrecht
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              Bildnachweise

              Grundlagen Seminar

              • Zwischenbilder: Fabian Fess
              • Boxer: Museen der Stadt  Wetzlar
              • Hilfsmittel: Hauer + Krause
              • Schrupphobel: Wikipedia
              • Zunfturkunde: Wikipedia/Stadtarchiv Speyer
              • Holzwurm: Kai-Martin Knaak
              • Silberfischfraß: Micha L. Rieser
              • Schimmel-01: Stiftung historische Museen Hamburg – Museum für Hamburgische Geschichte
              • Schimmel-02: Stiftung historische Museen Hamburg – Museum für Hamburgische Geschichte

              Fachgespräch Digitales

              • Zwischenbilder teilweise: Fabian Fess
              • Weitere Zwischenbilder envato.com
                • Worker Setting Paintings in Museum.
                • Typing on laptop computer.
                • Empty frame on the wall of a museum
                • Modern Art Gallery Background
                • People Working on Computer PC on White Table